Galerist Rede-06.Nov.2010-

 Eines Tages im September letzten Jahres trat eine Elfe ins Atelier ein, mit anmutig lächelnden Gesicht, doch mit einer kaum merkliche Nuance der Melancholie, aber kein Trübsinn, kein Schwermut der Frau Sorge des 19.Jahrhunderts, sondern helles, vernünftiges Mitleid des 20.Jahrhunderts.

 Sie war nicht zu jung, ohne den Stil des Alles oder Nichts, und nicht zu alt, ohne die bedingunglos kapitulation. Sie lebte lang genug, die wichtige Rolle der Zeit zu erkennen, aber nicht zu lang, die siebente Einsamkeit zu finden, wie Zarathustra von Nietzsche. Dennoch ist bei ihr der Hauch der Kindheit noch zu spüren, der des einzige Zeichen der Künstlerin ist. „Es ist aus mit dem Künstler, sobald er Mensch wird und zu empfinden beginnt,“ so sagte einmal Tonio Kröger von Thomas Mann. Das ist halb wahr und halb falsch, weil der Künstler oder die Künstlerin kein besonderes ist. Josef.K von Franz Kafka wußte davon genau, sowie unsere Elfe. Sie ist keine angebliche Künstlerin.

 Sie schreibt für die Zeitung. Sie verfaßt ein Werk. Sie arbeit im Museum und im Theater, oder im Schloß. Sie lehrt Deutsche Sprache und auch lernt fremde Sprache. Sie dreht einen Film. Sie stellt eigene Ausstellungen der Malerei vor. Ihre Kunst ist keine Gewohnheit, obgleich die Gewöhnlichkeit ihr Thema ist. „ Einige Sekunde unseres Lebens sind ewig.“ so spricht heimlich einige Werke von 50 Bilder dieser Ausstellung.

 Diese Frau heißt Sira Ullrich und sie raucht auch, Gott sei Dank! Vielen Dank!

                                                                                                            Eiichi MAKIHARA

 

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